Jahreshauptversammlung des Kulturrats Lippstadt e.V. – Vieles geschafft und einiges im Blick

Endlich wieder „live“ hat der Kulturrat Lippstadt e.V. seine Jahreshauptversammlung am
30.06.2021 veranstalten können! Im Atelier-T8, das Kulturratsmitglied Katinka Winz zur Verfügung
gestellt hatte, konnte Daniela Daus, 1. Vorsitzende des Vereins, die anwesenden Mitglieder mit
großer Freude begrüßen.
Die Formalien waren schnell erledigt: die Tagesordnung und das von Schriftführerin Sabine
Brölemann-Dahlhoff erstellte Protokoll der letztjährigen Versammlung wurden einstimmig
genehmigt. So konnte der ausführliche Geschäftsbericht des Vorstand den angemessenen Raum
einnehmen.
Pressesprecher Niklas Hupfeld legte eine kurze Presseschau vor und informierte dann über den
neuen YouTube-Kanal des Kulturrats. So habe man bereits viele Abonnenten und Klicks auf den
selbsterstellten Videos generieren können. „Die selbsterstellten Videos erfüllen ihren Zweck und
erreichen eine hohe Reichweite. Wichtig zu erkennen ist jedoch, dass die Videos projektbezogen
produziert sind und damit eher kurzfristig und zeitlich begrenzt zu einer steigenden
Aufmerksamkeit führen“, so Hupfeld. Eine professionelle Bewerbung des YouTube-Kanals sei zu
diesem Zeitpunkt nicht ratsam und zu teuer. Dennoch sei die Resonanz erfreulich positiv und hoch.
Daniela Daus berichtete über die Aktivitäten im Rahmen der Bürgermeisterwahl im letzten Jahr:
„Der Kulturrat wollte den Kandidaten in Punkto „Kultur“ auf den Zahn fühlen“, so Daus. Zu diesem
Zweck habe man sich für ein Videoformat entschieden, in welchem alle Kandidaten die gleichen
Fragen zum Thema „Kultur in Lippstadt“ beantworten sollten. Die drei Filme wurden von
Kulturratsmitgliedern erstellt und anschließend auf der neu erstellten YouTube-Kanalseite des
Kulturrats veröffentlicht.
Im Winter folgte der zweite Lockdown und der Kulturrat suchte nach Ideen, den Lippstädtern die
Bedeutung und Gefährdung der beeindruckenden Kulturszene in Lippstadt eindrücklich vor Augen
zu führen. Aus diesem Wunsch wurde ein vielschichtiges Projekt entwickelt und umgesetzt,
öffentliche Werbeflächen in Stadt für Kulturzwecke zu nutzen. „Vielfalt befeuert. Kultur wärmt“ –
unter diesem Slogan fanden sich einige Wochen im Februar Banner und Plakate an markanten
Stellen in der Innenstadt wieder. „Die Künstler der Stadt Lippstadt konnten sich auf der
neugestalteten Webseite des Kulturrats darstellen. Auch wenn nicht alle Künstler die Chance
nutzten, so konnte doch die ungeheure Vielfalt der kreativen Szene in Lippstadt abgebildet
werden“, freute sich Dagmar Liebscher über die vielen positiven Reaktionen. Das Projekt wurde
durch einen Dokumentarfilm von Niklas Hupfeld beschrieben und beworben. Der Film ist auf der
YouTube-Seite des Kulturrats Lippstadt e.V. zu sehen.
Im Anschluss informierte Daniela Daus über die Aktivitäten des Kulturrats im Schul- und
Kulturausschuss der Stadt Lippstadt. Man habe sich im März in kleiner Gesprächsrunde mit dem
neuen Bürgermeister bekannt gemacht und die eigenen Positionen und Vorstellungen mit Herrn
Moritz besprochen. Man vereinbarte eine konstruktive Zusammenarbeit, auch wenn viele Aspekte
noch recht unterschiedlich gesehen werden.
Es folgte der Kassenbericht durch die Kassenprüfer Conny Rupp und Bernd Passgang. Nach der
Entlastung des Vorstands wurden Conny Rupp und Katinka Winz als Kassenprüfer für das
kommende Jahr gewählt.
Daniela Daus dankte dem Schatzmeister und den Kassenprüfern.
Der anschließende Ausblick auf das kommende Jahr konzentrierte sich auf die Fortführung des
Projektes „Vielfalt befeuert, Kultur wärmt“: „Um die Künstler und Kulturschaffenden weiterhin und
bildend zu unterstützen, ist die erste „Digitalwerkstatt für Kulturschaffende“ in Zusammenarbeit mit
der VHS Lippstadt ins Leben gerufen worden“, so Daniela Daus. An vier Terminen werden online
Vorträge und Veranstaltungen durchgeführt, die den Bedürfnissen der Künstler nachkommen. Es

geht um neue Methoden der Werbung und Projektrealisierung für Künstler und Solo-
Selbstständige.

In Zusammenarbeit mit der Politik der Stadt Lippstadt hat der Kulturrat aktiv an der Gestaltung der
neuen Förderrichtlinien für freie Kulturträger mitgearbeitet. Der Kulturrat besetzt nach wie vor einen

beratenden Sitz im Ausschuss, um dort aktiv die Interessen der Kulturschaffenden der Stadt zu
vertreten.
Ein ganz wichtiger Arbeitsbereich ist weiterhin die Mitarbeit des Kulturrates am Thema
„Lampenbude“, des Museumsdepots und des Stadtmuseums, sowie der möglichen Neugestaltung
des Marktplatzareals. Hierzu informierte Prof. Dr. Münz darüber, wie sich die Diskussion und
Planung von Politik und Verwaltung zu den Vorstellung des Arbeitskreises Stadtmuseum und dem
Gestaltungsvorschlag von Architekt Bernd Passgang verhält. Bürgermeister und Verwaltung sehen
das Thema weit hinter den aktuellen Projekten der Stadt. Es gäbe viele zu diskutierende
Einzelaspekte, versicherte Herr Dr. Münz, der Arbeitskreis bleibe hartnäckig an diesem
hochaktuellen Thema dran.
Die Versammlung klang im kreativen Austausch über aktuelle Projekte von Kulturschaffenden der
Stadt aus.