Save the date! – Kulturratstreffen

Das nächste Kulturratstreffen wird am Dienstag, 11.2.20 um 19 Uhr in der Thomas-Valentin-Stadtbücherei stattfinden.

Dort wird die neue Leiterin Frau Exner den Kulturrat begrüßen und ihre Arbeit mit einem besonderen Augenmerk auf dem Kulturellen vorstellen. Sowohl ein Bericht aus dem Schul- und Kulturausschuss vom 21.1.2020 wird Bestandteil des Treffens sein, als auch ein Überblick zu Bemühungen und Möglichkeiten rund um das Thema „Stadtmuseum“.

Weitere Vorschläge zu den TOPs werden gerne entgegengenommen! Eine detaillierte Tagesordnung wird folgen.

„Wir freuen uns auf Sie und auf das neue Kultur-Jahr in Lippstadt“ (Daniela Daus, 1. Vors. Kulturrat Lippstadt)

Kulturrat Lippstadt inspiriert durch Bochum-Besuch

Die Zusammenfassung eines ergiebigen Treffens

Die „drei großen Herren“ stimmen die Lippstädter Delegation rund um den Kulturrat Lippstadt e.V. schon einmal bei Ankunft auf ihr Ausflugsziel ein. Die großen Herren – so nennt man die drei überdimensionalen Schornsteine der ehemaligen Schachtanlage Lothringen I/II in Bochum-Gerthe, die einen am Kreisverkehr bei der Anfahrt zum Bochumer Kulturrat e.V. überraschend begrüßen. Rauch steigt aber schon lange nicht mehr aus den Türmen. Bereits 1967 hatte die Schachtanlage ihre Förderung eingestellt.
Bei der Ankunft im sogenannten „KulturMagazin“, wo der Kulturrat Bochum heute sitzt, erwartet die Lippstädter am Samstag, den 23. November eine gemütliche Kaffeerunde im Vorraum der hauseignen Kulturbühne. Geschäftsführer Rainer Skubowius und Vorstands- und Gründungsmitglied Ilse Kivelitz erwarten die angereisten Kulturfreunde und berichten lebendig und mit vielen Nachfragen von der Vereinsentwicklung: Im Herbst 1988 öffnete der Kulturrat Bochum e.V. im ehemaligen Verwaltungsgebäude 1 der Schachtanlage – zunächst in einem kleinen Raum – seine Pforten. Die Rats-Gründung war durch den Zusammenschluss von Bochumer Kulturschaffender aus den Gebieten Literatur, Musik, Malerei, Bildende Kunst, Grafik, Theater, Soziokultur und Stadtteilarbeit entstanden. Die Gründer wollten eine Plattform für das geschlossene Auftreten gegenüber kommunalen Kulturrepräsentanten zur Verfügung haben. Bereits ab Januar 1989 bot der Bochumer Kulturrat auch kulturelle Veranstaltungen im regelmäßigen Turnus an, bald dann auch in den eigenen professionellen Räumlichkeiten des „KulturMAGAZINS Lothringen“. Nach und nach zogen weitere Kultur-Institutionen und Akteure in das historische Gebäude. Zu ihnen gehören die Yogaschule Kinjal, das Theater Zauberkasten das Fotostudio Rossi, das Theater Freier Vogel/Traumbaum, die Werkstatt Wort & Bild, das HalloDu-Figurentheater, die Atelierkünstler Renato Liermann und Werner Fichtel sowie der Kunstverein Bochumer Kulturrat e.V. Derzeit hat der Verein zudem über 90 Mitglieder und schafft es mit einem abwechslungsreichen Kultur-Programm alle Altersklassen zu erreichen.
Nach dem regen zweistündigen Austausch am Kaffeetisch, macht sich die Runde auf, das KulturMagazin mit den genannten Kultureinrichtungen und -Institutionen zu erkunden. Und auch ein gemeinsamer Imbiss steht noch auf dem Programm, bevor die Lippstädter Delegation zum Abschluss noch dem Auftritt des Klezmer-Trios Picon auf der Bühne des Kulturrat Bochum beiwohnen kann. Mit vielen Eindrücken und Inspiration geht es im Anschluss heimwärts.
Der Weg von der Etablierung des Kulturrats Bochum, die Rettung der eigentlich zum Abriss frei gegebenen alten Schachtanlage, bis hin zur institutionellen Förderung des Kulturrat Bochums von Seiten der Stadt war ein langer und mühsamer. Bei dem Besuch vor Ort konnten sich die Lippstädter-Kulturratskollegen aber davon überzeugen, was möglich ist, wenn man sich zusammenschließt und für die Kultur aktiv ist. Diese Anregungen aus Bochum sind für den Lippstädter Verein auch Motivation und Bestätigung die Sanierung des Stadtmuseums im Palais Rose und die Weiterentwicklung des Quartiers Hospitalstraße mit seinen wichtigen industriegeschichtlichen Bauten nachhaltig in den Fokus zu nehmen.